Interview
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August. 2019 2.00

Paloma Hernández – Senatorin der Sozialistischen Partei für Fuerteventura

“Ich werde mich dafür einsetzen, dass wenn Geld an die Kanaren geht, ein Teil davon nach Fuerteventura kommt"

Wir haben uns mit Paloma Hernandez getroffen, die für die sozialistische Partei Spaniens (PSOE) in den spanischen Senat geht. Sie hat ihr Amt als Beauftragte für Tourismus und Strände im Stadtrat von Puerto del Rosario abgegeben und bereitet sich auf die eine neue Herausforderung als Senatorin für Fuerteventura vor. Wir wollten uns von ihr verabschieden und baten sie mit uns über ihre Anliegen zu sprechen und die Arbeit, die sie geleistet hat, zu bewerten.

Wie fühlen Sie sich wenige Tage, bevor Sie Ihr neues Amt antreten?

Ich stelle mich dieser neuen Etappe mit viel Enthusiasmus und viel Lust zu arbeiten. Außerdem beginnt sie zu einem Zeitpunkt, zu dem meine Zeit in der Kommunalpolitik zu Ende geht. Die sozialistische Partei bot mir an, für den Senat zu kandidieren, und ich nahm dieses Angebot mit Verantwortung und Enthusiasmus an und betrachte es als Herausforderung, weil die PSOE nie Fuerteventura vertreten hat und weil die Sozialpolitik notwendiger ist denn je. Ich sehe dies auch als einen Schritt vorwärts in Bezug auf meine politischen Vision, die ich für die Insel habe und meine Vorstellungen darüber, was in der Politik getan werden kann.

Sie sind wohl eine der jüngsten Senatorinnen. Wie stellen Sie sich diese Zukunft vor?

Ich weiß, dass dies die höchste nationale politische Ebene ist, auf der alle Gesetze für die autonomen Regionen und die lokalen Verwaltungen gemacht werden. Ich hoffe, dass ich für die Verbesserung verschiedener Gesetze arbeiten werde, die sich auf die Insel auswirken, wie z.B. auf den Wohnungsbau, auf die Arbeit mit dem neuen Arbeitnehmerstatut, auf die Maßnahmen gegen geschlechtsspezifische Gewalt, auf die Abkommen zwischen dem Staat und den Kanaren, auf das Niveau der Infrastrukturen usw. Ich werde versuchen dafür zu sorgen, dass das Geld, wenn es den Kanarischen Inseln bewilligt wird, auch nach Fuerteventura kommt. Eines der Ziele ist es, nominierte Wirtschaftsgüter für die Insel zu erhalten. Es gibt so viele Probleme, die in der Gesetzgebung gelöst werden müssen, unter anderem das Problem der einwandernden Minderjährigen, das einer Regulierung bedarf, usw.

Können Sie kämpfen? Sie werden diese Fähigkeit brauchen…

Ich kann mich durchsetzen, bin hartnäckig, aber auch neugierig. Ich habe auch für Juli ein Treffen mit dem Beauftragten für Küsten beantragt, weil es unglaublich ist, dass so vieles mangels eines Verfahrens nicht vorangekommen ist, wie z.B. das Abkommen für Playa Blanca.

Und was können Sie uns über Ihre Arbeit im Rathaus erzählen?

Es war eine intensive, harte, aber schöne und fruchtbare Phase. Sie hat mir ermöglicht, viele persönliche Kontakte zu knüpfen, den Menschen nahe zu sein und zu wissen, was die Einwohner von Puerto del Rosario von uns erwarten und was ihre Bedürfnisse waren und sind. Es war sehr interessant und ergiebig, auch weil es funktioniert hat. Wir haben viele Projekte eingeleitet, die die Gemeinde verbessern, aber vielleicht werden nicht alle in ein paar Monaten abgeschlossen sein. Neulich bin ich an der Küste von Puerto Rosario spazieren gegangen und dachte an die Projekte, die damit zu tun haben, die Stadt in Richtung Meer zu öffnen und die unsere Lebensqualität verbessern werden: von den Kalköfen in El Charco, der zugänglichen Promenade in Herbania, der Erweiterung des Strandes von Los Pozos, dem Park- und Freizeitbereich, der hinter Los Pozos angelegt wird bis zur Eröffnung des städtischen Schwimmbades. All diese Projekte sind aus dieser Legislaturperiode. Einige wurden bereits fertiggestellt, andere werden in Kürze abgeschlossen.

Womit sind Sie am meiste n zufrieden?

Es gibt viele Dinge, aber vielleicht mit der Organisation der Strände (Strandbar, Regulierung von Surfschulen, Ausbau des Rettungsschwimmdienstes, Ausstattung für die Zugänglichkeit usw.) und mit der Förderung des Tourismus in der Hauptstadt. Darüber hinaus haben wir auch den Bereich der öffentlichen Gesundheit gefördert und viel mit Gesundheitsverbänden zusammengearbeitet, indem wir eine neue Reihe von Subventionen zur Entwicklung von Gesundheitsprojekten in der Gemeinde entwickelt haben. Und wir haben weitere Subventionen eingeführt, um zu fördern, dass die Taxis behindertengerecht ausgestattet werden.

Die Strände waren nicht die Stärke von Puerto del Rosario. Das hat sich in dieser Legislaturperiode geändert.

Ja, das stimmt. Wir haben daran gearbeitet, Mehrwert zu schaffen und Dienstleistungen für unsere Bürger und für die Touristen zu erbringen. Die Strände sind Bereiche für Erholung und Wohlbefinden für viele Menschen das ganze Jahr über, deshalb haben wir den Rettungsschwimmerdienst von 4 auf 8 Monate erweitert, die Plakate für die Strände geschaffen und in 3 Sprachen aktualisiert. Wir haben auch die Surfschulen, die ohne Kontrolle in Playa Blanca betrieben wurden, reguliert, die Duschen in Los Pozos verbessert, einen Wettbewerb für den Zuschlag der Strandbar von Playa Blanca ausgeschrieben, schattige Bereiche für Menschen mit eingeschränkter Mobilität an den drei Stränden mit der Blauen Flagge hergerichtet und auch Solarvorrichtungen. Es wurde eine intensive und vollständige Arbeit geleistet. Was den komplementären Bereich des Tourismus betrifft, so haben wir Touristeninformanten am Ausgang des Docks für Kreuzfahrtschiffe platziert. Wir haben alle Ausgänge der Docks vertikal markiert und auch mit Fußspuren versehen, um die Touristen in der Stadt zu orientieren. Es gibt auch ein akzeptiertes Projekt zur Erweiterung des Tourismusbüros, das gut zugänglicher werden soll. Das Projekt und die Mittel sind bereits da, es fehlt nur noch die Genehmigung der Hafenbehörde, mit der wir zusammengearbeitet haben. Wir haben ebenfalls mit dem Verband der Geschäftsleute der Innenstadt zusammengearbeitet, die sich verpflichtet hat, auch an Sonntagen zu öffnen, um den Handel zu dynamisieren. Ein weiteres Projekt, das noch nicht abgeschlossen wurde und das, wie ich hoffe, fortgesetzt wird, ist die Einführung eines Touristenbusses für die Stadt und die Ortschaften. Wir haben auch Markt von Tetir gefördert und ihm einen gastronomischen Schwerpunkt mit Wein und handwerklichen Bieren usw. verliehen.

Alles, was Sie über die Langsamkeit der Verwaltung selbst erzählen, ist mit sehr viel Arbeit verbunden.

Wenn Sie die notwendige Erfahrung haben, um mit der Verwaltung umzugehen, dauert es immer eine Weile. Das ist der Grund, warum es Projekte gibt, die Sie nicht in einer Legislaturperiode abgeschlossen werden. Wir wünschen ihr, dass sie in der Lage sein wird, alle ihre Ziele im Senat zu verwirklichen.

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