Interview
Image
Oktober. 2019 2.00

Peña Armas Hernández–Beauftragte für Personalwesen, Einstellung,institutionelle Beziehungen und Verkehr der Gemeinde Puerto del Rosario

"Die Gemeindeverwaltung ist sehr bürgernah"

Peña Armas Hernández ist die neue Beauftragte für Personal, Vertragswesen, institutionelle Beziehungen und Verkehr. Die Freundlichkeit und die Natürlichkeit, mit der diese junge Frau aus Fuerteventura mit uns darüber spricht, wie sehr sie Menschen mag und wie sie mit ihnen umgeht, ist überraschend.

Sie haben uns erzählt, dass Sie viel Erfahrung mit der Politik haben. Erzählen Sie uns bitte etwas darüber…

Ja, ich bin seit vielen Jahren dabei, aber ich war immer in der Opposition. Ich habe 18 Jahre meines Lebens in der PartidoPopular verbracht, ich war eine der jüngsten Abgeordneten im Parlament der Kanaren, aber in der letzten Zeit, als der Vorsitz der Partei wechselte, hatte ich viele Auseinandersetzungen und letztes Jahr beschloss ich, alles hinzuschmeißen und nach Hause zu gehen. Ich interessierte mich nicht für die Wirtschaft und die vielen Jahre, die ich mich engagiert hatte, waren mir egal. Ich wollte alles aufgeben. Obwohl die Leute es nicht verstanden, war es eine sehr durchdachte Entscheidung. Ich kann nicht arbeiten, wenn meine Ideen nicht mit denen der Gruppe übereinstimmen. Ich hatte mich bereits auf die Rückkehr in die Privatwirtschaft vorbereitet, als ich von einigen politischen Parteien aufgefordert wurde bei ihnen mitzumachen. Da sie meiner Ideologie nah sind, bin ich bei Ciudadanos eingetreten.

Wieso haben Sie so jung angefangen, Politik zu machen?

Ich habe im Rathaus von La Oliva gearbeitet. Damals war Ana Padilla die Senatorin für Fuerteventura, und sie schaffte es, ein paar Kollegen und mich zu „begeistern“. Allerdings wollte ich anfangs nichts von einem öffentlichen Amt wissen. Wir waren trotzdem ein tolles Team.

Das Gute daran ist, dass Sie jetzt viel Erfahrung in Ihr Amt mitbringen.

Nun, die Arbeit im Parlament besteht darin, Gesetze zu erlassen. Das ist sehr kalt und die Menschen verstehen das nicht. Diese Tätigkeitunterscheidet sich von der bürgernahen Arbeit im Rathaus, und wie gesagt, ich mag Menschen und habe gerne mit ihnen zu tun. Ich genieße den Alltag mit dieser Arbeit.

Was können Sie uns über die Projekte erzählen, die Sie in dieser Legislaturperiode für ihre verschiedenen Zuständigkeitsbereiche haben?

Das erste ist, die Organisationsstruktur dieses Rathauses festzulegen, denn mehr als die Hälfte der Stadträte hat kein Personal, und wenn ein Bürger etwas braucht, dauert es ewig. Wir brauchen qualifiziertes Personal, um sofortige Lösungen zu finden, denn wenn ein Bürger zu uns kommt, hat er ein Problem, das er jetzt lösen muss, nicht in einem Jahr.

Hat das etwas damit zu tun, dass die Einstellung von neuem Personal in der öffentlichen Verwaltung seit langem beschränkt ist?

Ja, aber ich glaube, das wurde auf die Spitze getrieben. Wir werden ein Job Listing (TPN) genehmigen, das nicht so ambitioniert ist wie die derzeitige Regierungsfraktion und ich persönlich es gewünscht hätten. Dennoch ist es ein lebendiges Dokument, und wenn es notwendig ist, es zu ändern, wird es geschehen. Wir werden in der Lage sein, mehr Personal für die verschiedenen Abteilungen bereitzustellen, und zwar immerindem wir die Mittel für Soziales in Anspruch nehmen und immer mitder Regierungsfraktion. Ein weiteres Thema, das noch nicht erledigt wurde, istdas elektronische Ausschreibungsverfahren eines Besucherprojektes. Vor kurzem wurde sie vom Wirtschaftsprüfer unterzeichnet, so dass bereits etwas geklärt ist. Und ich fühle mich glücklich! Im Verkehr kommen die Bürger und tragen mir ihre wichtigen Bedürfnisse oder Situationen ihres Alltagslebens vor, wie z.B. das Thema Parkplätze.

Wir mögen es