Ein medizinischer Rat von Dr. med. H.-B. Bludau

HIV und AIDS

Seit Beginn der Epidemie im Jahr 1981 haben sich rund 75 Millionen Menschen mit dem HI-Virus infiziert, 32 Millionen starben an AIDS-bezogenen Krankheiten. Im vergangenen Jahr lebten 37,9 Millionen Menschen mit HIV, rund 1,7 Millionen infizierten sich neu und 770.000 starben. Laut UNO ist die Zahl der AIDS-Toten 2018 zwar zurückgegangen, jedoch hat sich die Epidemie in neue Regionen wie Osteuropa und Zentralasien verlagert.

Bladau

HIV ist nicht gleich AIDS Eine HIV Infektion bedeutet nicht, auch an AIDS zu erkranken. Das "Human immunodeficiency virus" (Menschliches Immunschwäche-Virus) setzt das körpereigene Immunsystem außer Kraft, so dass Krankheitserreger wie Bakterien, Pilze oder Viren ungehindert eindringen können. Oft dauert es Jahre, bis die Ansteckung entdeckt wird – meist erst dann, wenn der infizierte Mensch von AIDS betroffen ist. Vom "Acquired Immune Deficiency Syndrome" (erworbenes Immunschwächesyndrom) spricht man, wenn es zu einer, im schlimmsten Fall lebensbedrohlichen Erkrankung aufgrund der HIV-Infektion kommt. Übertragen wird das HI-Virus mit Blut, Sperma, Vaginalsekret und Muttermilch, wobei die häufigsten Infektionswege ungeschützter Vaginal- oder Analverkehr sind. Über Speichel, Schweiß, Tränenflüssigkeit, Tröpfcheninfektion oder durch Insektenstiche findet keine Übertragung statt. Das heißt, es ist völlig unbedenklich, einem HIV infizierten Menschen die Hand zu schütteln, ihn zu umarmen und sich mit ihm den Arbeitsplatz, die Mahlzeiten sowie die sanitären Anlagen zu teilen! Noch ist HIV nicht heil- aber mit Tabletten und regelmäßigen ärztlichen Kontrolluntersuchungen gut behandelbar.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.fuerteventura-doctor.eu

Ein medizinischer Rat von Dr. med. H.-B. Bludau, Facharzt für Innere Medizin

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