Ein medizinischer Rat von Dr. med. H.-B. Bludau

Coronavirus – Keine Panik!

Ende letzten Jahres wurde bekannt, dass in der chinesischen Millionenstadt Wuhan mehrere Fälle von Lungenentzündung aufgetreten waren, verursacht durch ein bis dato unbekanntes Virus. Die anschließenden Medienberichte über seine rapide Verbreitung und die gemeldeten Todesfälle versetzen viele Menschen in Panik. Gerade in einer stark frequentierten Touristendestination ist dies verständlich. Deshalb hier ein paar Fakten:

Bladau

Das neue Virus, 2019-nCoV genannt, gehört zur längst bekannten Familie der Coronaviren, die meist die Atemwegssysteme attackieren und verschiedene Krankheiten von Erkältungen bis zu beidseitiger Lungenentzündung verursachen. Mittlerweile vermutet man, dass 2019-nCoV neben einer Tröpfcheninfektion auch über das Verdauungssystem verbreitet wird, da es in Stuhlproben und Rektalabstrichen gefunden wurde und statt Fieber Durchfall auslöste. Die Symptome sind also nicht einheitlich, jedoch treten in erster Linie Atemwegsbeschwerden wie Husten oder Kurzatmigkeit mit Fieber auf, einer beginnenden Grippe ähnlich. Schnupfen und Halsschmerzen dagegen sind Infektionen der oberen Atemwege und deuten auf eine schlichte Erkältung hin. Bis es eine Therapie gegen die eigentliche Erkrankung durch das 2019-nCoV gibt, lassen sich die Symptome jedoch medizinisch behandeln und dem klinischen Status jedes Patienten anpassen. Die Inkubationszeit beträgt normalerweise 2-7 Tage kann jedoch bis zu 14 Tage andauern. Da Viren nicht fliegen, sondern durch Tröpfchen- oder Schmierinfektion übertragen werden, schützt ein Mundschutz nicht wirklich. Halten Sie Abstand zu möglicherweise infizierten Menschen, waschen Sie sich regelmäßig gründlich (20 Sekunden) die Hände mit Seife und trocknen Sie diese mit Einweghandtüchern.

Weitere Informationen finden Sie auf der Website: www.fuerteventura-doctor.eu

Ein medizinischer Rat von Dr. med. H.-B. Bludau, Facharzt für Innere Medizin

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