Interview
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Dezember 2019 2.00

Alejandro Jorge – stellvertretender Präsident und Beauftragter für Sport, Sicherheit und Notfälle des Cabildo von Fuerteventura

"Die Verbindung Sport-Tourismus kann auf Fuerteventura Wohlstand schaffen"

Seit den letzten Wahlen ist Alejandro Jorge stellvertretender Präsident des Cabildo der Insel. Wir haben ihn gebeten, uns einen Termin zu gewähren, damit unsere Leser auf unseren Seiten mehr über ihn erfahren.

Obwohl Sie ein junger Mann sind, ist Ihr politischer Werdegang auf der Insel lang, erzählen Sie uns bitte etwas darüber…

Gegenwärtig bin ich Vorsitzender von Nueva Canarias, dank des Vertrauens, das mir meine Kollegen und Kolleginnen entgegengebracht haben. Es ist mir eine Ehre, der Vorsitzende von Nueva Canarias zu sein und ein Team von so guten Mitarbeitern zu haben. Ich begann in der Politik, als ich noch sehr jung war. Mit 16 Jahren wollte ich schon etwas für Morro Jable tun. Ich habe immer in Morro Jable gelebt, obwohl ich derzeit in Puerto del Rosario lebe, da die weiten Wege es mir schwer machen würden, meine Arbeit auszuführen. Ich habe immer gesagt, dass es ein Privileg ist, irgendwo auf der Insel zu leben.

Sind Sie aus Fuerteventura?

Ich bin in Las Palmas geboren, aber meine Familie ist von hier und, ich kam mit sieben Jahren hierher und habe hier bis heute gelebt. Meine Tochter wurde auch auf der Insel geboren.

In welcher Partei haben Sie angefangen?

Ich habe in der Sozialistischen Partei angefangen, aber ich war immer in der Opposition. Als ich 19 Jahre alt war, stand ich zum ersten Mal auf der Kommunalliste und unterstützte Rafael Perdomo, aber wir haben die Wahl verloren. 1999 hatte ich die Möglichkeit, als Beauftragter für Jugend zu Cabildo zu arbeiten, dann kam der Bereich für Bildung dazu, und als die Legislaturperiode endete, war ich für Kultur und historisches Erbe zuständig. Die Legislaturperiode endete 2007, und 2009 hörte ich als Stadtrat auf, da ich bereits in der Opposition war. Bereits 2011 bekam ich das Angebot von Nueva Canaria. Ich kandidierte für Pàjara und war von 2011 bis 15 wieder in der Opposition. Dann kandidierte ich 2015 für das Amt des Präsidenten des Cabildo und wurde als Ratsmitglied gewählt, blieb aber bis 2019 in der Opposition. Dann bekamen wir drei Ämter, und dank der Koalition auf den Kanaren und auf Fuerteventura wurde ich stellvertretender Präsident. Ich habe 10 Jahre in der Opposition gearbeitet, und ich denke, man muss in der Lage sein, in der Opposition und in der Regierung zu arbeiten.

Welche Arbeit machen Sie außer von der Politik?

Meine Familie hatte immer eine Consultimg Firma und ich war in diesem Bereich tätig. Dann habe ich mich in verschiedenen Bereichen weitergebildet. Ich habe am europäischen Institut für Wirtschaftswissenschaften einen Master-Studiengang in Kommunikation, Unternehmenspolitik und Protokoll gemacht. Und an der Antonio-Lebrija-Universität absolvierte ich ein politisches Coach-Training und studierte institutionelle Beziehungen. An der gleichen Universität mache ich derzeit einen Expertenkurs in KMU-Management. Ich denke, man muss sich immer weiterbilden.

Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre Hoffnungen. Was möchten Sie in dieser Legislaturperiode erreichen?

Nun, wenn man ein verantwortungsvolles Amt antritt, tut man es innerhalb eines Regierungsteams, und das ist eine Gruppe, die zusammen arbeitet. Ihr können mehrere Parteien angehören, die loyal eine Regierung bilden, oder das Gegenteil. Wir haben die erste Option gewählt. Deshalb freue ich mich über alles, was meinen Kollegen in ihren Ämtern gelingt, und wenn es nicht gut läuft, bin ich da, um sie zu unterstützen. Wir hoffen, dass wir den Cabildo nach vier Jahren besser hinterlassen können, als er bei unserer Ankunft war. Dafürmuss man die Weichen stellen, was wir in diesen ersten Monaten der Legislaturperiode getan haben. Es ist nicht dasselbe, bei null anzufangen und sich Mitte des Jahres mit einer Reihe von Verpflichtungen konfrontiert zu sehen, für die fast keine Haushaltsmittel zur Verfügung stehen und bei deren Genehmigung es viele Verzögerungen gibt. Es ist uns gelungen, diesen Kurs zu nehmen und auf die Überwindung aller Probleme hinzuarbeiten, bis wir 2023 das Ziel erreichen.

Und haben Sie in Ihren Zuständigkeitsbereichen schon genau definierte Projekte?

Das erste, was ich tat, war eine Diagnose aller Aspekte der Situation in zu machen. Im Bereich Sport fehlen uns die Infrastrukturen, weil in den letzten vier Jahren keine Arbeiten durchgeführt wurden. Wir müssen in Zusammenarbeit mit den Gemeinden neue Sportanlagen bauen und außerdem die Nutzung der bestehenden Einrichtungen erweitern. Außerdem sollten die Sportsubventionen so weit wie möglich verbessert und so an die tatsächlichen Bedürfnisse angepasst werden. Es ist notwendig, Veranstaltungen zu unterstützen, die sowohl auf den Kanarischen Inseln als auch in Spanien und Europa wichtige Auswirkungen haben, die auch Geschäftsmöglichkeiten für die KMU auf der Insel generieren und die Sportveranstaltungen, die die Insel bereits hat, besser unterstützen. Die Verbindung Sport-Tourismus kann auf Fuerteventura zu Wohlstand führen. Im Bereich Sicherheit und Notfälle müssen wir einen Dienst einrichten. Bis jetzt waren hatten wir dafür nur vier Leute und jetzt sind es acht. Wir hoffen, dass wir bald sechzehn weitere Leute haben werden. Ziel ist es, einen guten Feuerlösch- und Rettungsdienst vom Cabildo zu bekommen und weiterhin Fahrzeuge zu beschaffen, die für die Sicherheit der Insel notwendig sind,sowie unsere Vorstellungen von Prävention und Aufklärung in den Schulen zu verbessern. Wir sind für Orte mit weniger als 20.000 Einwohnern zuständig, insbesondere für Tuineje, Betancuria und Antigua, für die anderen Orte sind die jeweiligen Gemeinden zuständig.

Möchten Sie unseren Lesern noch etwas mitteilen?

Ja, ich wünsche ihnen frohe Weihnachten, Frieden und Hoffnung, weil das kommende Jahr 2020 vielversprechend für alle ist.

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