Interview
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Oktober 2019 2.00

Sonia Álamo Sánchez –Beauftragte für Strände, Tourismus und öffentliche Gesundheit der Gemeinde Puerto del Rosario

"Es ist wichtig, dass die Kreuzfahrttouristen einen sehr guten Eindruck von der Stadt bekommen"

Obwohl sie aus Gran Canaria stammt, lebt Sonia Álamo seit vielen Jahren auf Fuerteventura. Sie hat bis jetzt in der Privatwirtschaft gearbeitet, und zwar in einer Bank. Deshalb ist sie auf die Insel gekommen. In dieser Legislaturperiode ist sie Beauftragte für Tourismus, Strände und öffentliche Gesundheit der Gemeinde Puerto del Rosario.

Wie ist es dazu gekommen, dass Sie ein öffentliches Amt haben?

Ich bin ziemlich gelassen, aber mich beschäftigen viele Dinge und ich stelle die Dinge oft in Frage und will wissen, warum dieses nicht so gemacht wird oder warum es so und nicht anders ist... Peña Armas, der viel Erfahrung in der Politik hatte und mit dem ich mich durch meine frühere Arbeit angefreundet hatte, schlug mir die diese Möglichkeit vor dem Karneval vor. Ich habe darüber nachgedacht, denn es war eine sehr große Veränderung, außerdem ist die Arbeit in der Bank sehr angenehm. Als wir gewählt wurden, habe ich den letzten Schritt getan, aber ich hatte dabei etwas Angst. Ich habe mich mit viel Emotion von meinen Kollegen verabschiedet und von der Bank, in der ich mich sehr wohl gefühlt habe.

Wir vermuten, dass der Wechsel von der Privatwirtschaft in die öffentliche Verwaltung in den ersten Monaten wie ein Schock war, denn diese beiden Sektoren unterscheiden sich stark voneinander.

Ja, genau das passierte mir. Ich bin es gewöhnt,ein Telefon zu nehmen und Probleme schnell zu lösen. Es ist schwer für mich, mich an diesen Mangel an Flexibilität und den ganzen Papierkram, den die Verwaltung benötigt, anzupassen. Alles ist viel langsamer.

Erzählen Sie uns bitte etwas über Ihre Zuständigkeitsbereiche sowie über Ihre Hoffnungen und Projekte…

Was den Tourismus betrifft, so haben wir am 29. Juli einen Kooperationstisch mit Geschäftsleuten, Händlern und der öffentlichen Verwaltung einberufen, weil wir die Idee hatten, einen Verbesserungsplan für diesen Bereich zu erstellen. Es werden Daten über die aktuelle Situation erhoben. Wir kontrollieren interne Faktoren wie die Infrastruktur und die Verbesserung des Freizeitangebots, aber es gibt auch Faktoren, die nicht von uns abhängen. Besonders interessiert sind wir auch an der Ankunft von Kreuzfahrtschiffen. Wir wissen, dass nicht alles Kreuzfahrttourismus ist, aber zu bestimmten Zeiten und an bestimmten Tagen der Woche werden ab Oktober jeden Tag bis zu 7.000 Menschen in Puerto del Rosario ankommen, und darauf muss man sich vorbereiten. Diese Besucher bewegen sich und brauchen Dienstleistungen, die diesem Wachstum entsprechen. Es ist wichtig, dass die Stadt einen guten Eindruck hinterlässt, deshalb wurde in Zusammenarbeit mit dem Patronat für Tourismus ein strategischer Plan erstellt. Wir wollen klarstellen, dass das Amt für Tourismus bereit ist, sich zu beteiligen, und wir wollen die Notwendigkeit einer Kooperation zwischen dem öffentlichen und dem privaten Sektor deutlich machen. Wir sind offen für private Initiativen und bereit, Wege zur Zusammenarbeit zu finden. Der Bereich Strände - ihre Wartung und Ausstattung - ist zweifellos auch mit dem Tourismus verbunden. Wir konzentrieren uns auch sehr stark auf das Binnenland der Gemeinde. Dort müssen Verbesserungen vorgenommen werden, wie im Falle von Tetir. Und jetzt hoffen wir, dass der Cabildo die Vergabe der Projekte für Tefia ausschreibt, für das Ecomuseo de la Alcogida und auch für das Gebiet von Los Rugama in Casillas del Angel.

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