Interview
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Juan Estárico – Beauftragter für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei des Cabildo von Fuerteventura

"Vor der Eröffnung der FEAGA veranstalten wir Fortbildungstage für Fachleute dieser Branche“

Da die 32. Ausgabe der Landwirtschaftsmesse FEAGA bald beginnt, haben wir uns mit dem Beauftragten für Landwirtschaft, Viehzucht und Fischerei, Juan Estárico, getroffen, um uns von ihm etwas über diese neue Messe erzählen zu lassen. Im letzten Jahr ist diese Messe ausgefallen. Diese Pause wurde genutzt, um das Messegelände zu erneuern. Er hat uns erzählt, dass er nicht weiter Politik machen wird und dass er ein neues Projekt hat. Er wird das Museum von Faro de la Entallada, in Las Playitas, in Zusammenarbeit mit dem Cabildo gestalten und fertigstellen.

Ist Ihr Rückzug aus der Politik endgültig?

Ja, nachdem ich dieses Amt dreimal hatte, glaube ich, dass es der richtige Zeitpunkt ist, um neue Leute dran zu lassen.

Auch die Erfahrung ist ausschlaggebend...

Den neuen Leuten wird es zwar am Anfang schwer fallen, aber sie werden schnell die Führung übernehmen. Außerdem haben sie technische Mitarbeiter, die sie beraten.

Erzählen Sie uns nun bitte etwas über die neue FEAGA

Nach 32 Jahren brauchte die Messe eine Veränderung. Sie war immer sehr ähnlich, außerdem war das Messegelände veraltet, obwohl es jedes Jahr in Schuss gebracht wurde. In Anbetracht der Tatsache, dass wir über einige Mittel der Regierung der Kanarischen Inseln verfügten, die wir nutzen konnten, haben wir eine Reihe von Projekten für neue Hallen ausgearbeitet. Diese Hallen werden ausschließlich für Messen und Großveranstaltungen genutzt. Es gibt eine neue ca. 2500 m² große Halle, die von allen Institutionen, Kooperativen und Verbänden genutzt werden kann. Außerdem gibt es eine weitere 5000 m² große Halle, in der alle Firmen ausstellen werden. Es gibt auch zwei neue Ausstellungsräume für Groß- und Kleinvieh, die eine Fläche von ungefähr 3500m² haben und von allen Tierhaltern genutzt werden können. Ferner werden die Promenade und die Parkplätze hergerichtet. Dazu kommt noch eine 2.000 m² große Halle, die noch nicht fertig ist. Dort sollen die Büros der Messe und ein Veranstaltungsraum untergebracht werden. Auch die Zone für Kantinen und Restaurants muss noch fertiggestellt werden. Ich hoffe sie wird nächstes Jahr fertig. Darüber hinaus steht noch die Photovoltaik-Beleuchtung des Hofes aus. Wir werden die Schattenbereiche der Parkplätze nutzen, um die Module zu platzieren. Unabhängig von anderen Einrichtungen für den Betrieb selbst, gibt es eine 1000 m² große Halle, in der ein Weinlager, ein experimenteller Weinkeller und eine neue Ausrüstung für das Wasser- und Bodenlabor sowie die Erweiterung der Ausstattung für die mikrobiologische Analyse und die Ausstattung für die Entwicklung der Landwirtschaft und der Viehzucht in der Region untergebracht sind. Es ist geplant, einen experimentellen Bauernhof zu bauen, auf dem junge Landwirte ausgebildet werden sollen. Wir wollen, dass dieser Betrieb autark in Bezug auf die Produktion und Erzeugung von Energie ist und als Modell für zukünftige Betriebe auf Fuerteventura dient. Es handelt sich um ein neues Konzept der Ziegenzucht, das die Optimierung der Ressourcen und eine bessere Ausbildung der Landwirte bezweckt, was zu einer Verbesserung des Ertrages führt. Damit beabsichtigen wir, die Aktivitäten der Messe etwas von der Arbeit des Hofs zu trennen.

Haben Sie vor, dieses Messegelände für verschiedene Zwecke zu nutzen?

Es ist geplant daraus eine Anlage zu machen, die für unterschiedliche Veranstaltungen genutzt werden kann; andere Messen, Treffen von Verbänden. Und sie soll vor allem den Betrieb des Bauernhofs nicht beeinträchtigen. Das ehemalige Messegelände wird hergerichtet, um dort den Markt La Biosfera und die Flohmärkte unterzubringen, die sich früher im Außenbereich befanden.

Es ist schade, dass Sie nicht alles fertigstellen konnten...

Das Budget ist ausschlaggebend, aber ich hoffe, dass im nächsten Jahr alles, was noch nicht fertig ist, abgeschlossen werden kann. Ich möchte den Mitarbeitern des Amtes für Landwirtschaft sowie Antonio Mesa danken, der eine außergewöhnliche Arbeit geleistet hat, damit diese Messe 2019 stattfinden kann. Ich bin dankbar für die Zusammenarbeit mit dem Cabildo, der 20 % der notwendigen Mittel beigesteuert hat. Die übrigen 80 % kommen aus den Mitteln des ‚RIC‘ der Regierung der Kanaren. Das Landwirtschaftsministerium hat etwas mehr als zwei Millionen Euro in die Anlage investiert.

Können Sie uns etwas über das Programm der diesjährigen FEAGA erzählen?

Vor der Eröffnung der Messe am 13. Juni werden wir am 10., 11. und 12. von 7 bis 9 Uhr abends im Casino von Antigua eine Fortbildung für die Branche veranstalten. Daran werden Fachleute von den Kanarischen Inseln und vom spanischen Festland teilnehmen, die uns etwas über verschiedene Themen und über die neuesten Fortschritte, die in der Viehzucht angewendet werden, erzählen. Auch während der Messe werden einige Vorträge und Kurse angeboten. Zusätzlich zu den traditionellen Tabefe-Preisen bieten wir auch kommentierte Verkostungen von Käse, Wein und Öl an. Und als Neuheit werden wir am Samstag und Sonntag ein Treffen mit Köchen aus Fuerteventura veranstalten, um typische Gerichte der Insel und Tapas zu präsentieren. Marcos Gutierrez wird uns dabei helfen. Wir werden auch einen Raum für Vorträge dieser renommierten Köche herrichten.

Das ist eine Neuerung, stimmt das?

Das ist wirklich etwas Neues. Wir haben vor, diesen Teil der Veranstaltung „Von der Gavia auf den Tisch” zu nennen. Wir hoffen, dass unsere Besucher auch diese Gastronomie-Gala der FEAGA genießen werden.

 

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